Loslassen

Hallo liebe Blogleser,

vielleicht haben Sie auch von Freunden schon einmal den klugen Ratschlag bekommen „Du musst loslassen“ oder „Lass doch endlich los.“ Nun, Recht haben sie, Ihre Freunde. Es stellt sich nur die Frage: Was ist loslassen und wie macht man das?

Möglicherweise haben Sie sich auch schon mal in einer Situation verbissen, und konnten einfach nicht loslassen. Es kann ein Auftrag sein, auf den wir schon lange gewartet haben, und wir rufen immer wieder an, um den Auftrag endlich unter Dach und Fach zu bringen. Durch das das wir wie mit Scheuklappen uns nur auf diesen einen Auftrag fokussieren, und uns regelrecht wie ein Hund in seinen Stock verbeißen, können wir die anderen Möglichkeiten gar nicht sehen. Mir persönlich ging das auch mal mit einem Firmentraining so, und das Ende des Liedes war, das der Auftrag nicht geklappt hat. Durch das nicht loslassen, gingen mir möglicherweise 3 bessere Trainings durch die Lappen. Das war auch für mich eine gute Lehre.

Deshalb wollen wir uns hier damit befassen, was loslassen können bedeutet, was beim Loslassen passiert und wie wir lernen können, loszulassen.

Was passiert wenn wir nicht loslassen können?

Nicht Loslassen bedeutet, dass wir in einer Situation verharren, die unserer seelischen und/oder körperlichen Gesundheit schadet und/oder uns daran hindert, unsere Fähigkeiten auszuschöpfen.

Wir verharren z.B.

  • in Trauer um einen verstorbenen Menschen aus unserem Umfeld
  • in Verzweiflung wegen unseres Partners, weil der uns verlassen hat
  • in Schuldgefühlen wegen eines Fehlers, den wir uns vorwerfen
  • in Forderungen anderen gegenüber, die sich nicht ändern
  • in Hadern um nicht wahrgenommene Chancen
  • im Hadern, das die Welt ungerecht ist
  • im Hadern, wegen einer Erkrankung
  • in krankmachenden Verhaltensmustern wie etwa, dass wir uns aufopfern, kleinmachen oder zu Suchtmitteln greifen.
  • in einer Partnerschaft, in der unser Partner uns z.B. schlägt, missachtet oder tyrannisiert.
  • an einem Arbeitsplatz, an dem es Intrigen gibt, oder an dem wir unter- oder überfordert sind
  • in einer Wohnung umgeben von schikanierenden Nachbarn

Es können sich auch folgende Symptome durch das nicht loslassen bilden:

  • Anspannung
  • psychosomatische Beschwerden
  • Schlafstörungen
  • Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen
  • Suchtverhalten
  • Gedankenkreisen
  • Verleugnen der krankmachenden Gedanken- und Verhaltensmuster
  • Panikattacken
  • Wut- und Hassgefühle
  • Depressionen
  • Selbstablehnung

Was bedeutet das Loslassen?

Loslassen können ist eine Form der Anpassung an ein Ereignis oder eine Situation. Wir akzeptieren, dass uns etwas widerfahren ist, das unseren Wünschen widerspricht. Das können kleine Ereignisse wie z.B. eine Kränkung, ein Fehler oder die Nichterfüllung eines Zieles sein. Loslassen kann auch beinhalten, dass wir Abschied nehmen von großen Lebensplänen. Trennung, Tod, Krankheit, Älterwerden oder ein Unfall können uns zu einer Veränderung des bisherigen Lebens zwingen.

Loslassen kann aber auch bedeuten, dass wir uns aus einer uns schädigenden Situation befreien. Wir können zu der Entscheidung kommen, loszulassen – wenn wir z.B. feststellen, dass das bisherige Leben nicht (mehr) unsere Bedürfnisse befriedigt.

Was passiert beim Loslassen?

Loslassen können ist eine reine „Kopf-Sache“. Wenn wir loslassen, entscheiden wir uns, unseren Blick weg von der uns belastenden Situation nach vorne zu richten.

Wir starten mit einem schlechten Gefühl wie Angst, Trauer, Wut, Eifersucht, u.s.w. – wir konzentrieren uns voll auf diesen Schmerz. Durch diese schlechte Fokussierung erleben wir immer wieder diese schlechten Gefühle.

Wir fragen uns dann: “Warum musste das passieren?” – “Warum gerade ich?” – “Warum ist das Schicksal so schlecht zu mir?” – “Ich schaffe es nicht mich aus der Situation zu befreien!”

Nun kommt irgendwann der Punkt, das wir so nicht weiterleben wollen:

  • Wir machen uns bereit die Vergangenheit zu akzeptieren.
  • Wir machen uns bereit, zu erkennen, dass die momentane Situation uns körperlich und seelisch schadet und suchen nach einer Lösung.
  • Wir haben das Vertrauen, dass es eine Lösung gibt und wir es schaffen werden, unsere Situation zu verändern.

Welche Einstellungen sind hilfreich, um loslassen zu können?

Um endlich diese Umklammerungen los zu lassen, hilft Ihnen

  • die Bereitschaft, zu akzeptieren, dass die Dinge nicht immer so laufen, wie Sie es gerne hätten.
  • die Bereitschaft, zu akzeptieren, dass Sie nicht immer alles richtig machen werden.
  • die Bereitschaft zu akzeptieren, dass die Welt nicht immer gerecht ist.
  • die Bereitschaft, zu akzeptieren, dass andere Menschen sich nicht immer so verhalten, wie Sie es sich wünschen.
  • die Erkenntnis, dass Loslassen weder gutheißen, noch kapitulieren bedeutet.
  • das Bewusstsein, dass Sie es verdient haben, dass es Ihnen gut geht.
  • das Wissen, das Sie Ihre ca. 70.000 Gefühle den Tag über, selber steuern können.

Loslassen lernen – wie macht man das?

  • Machen Sie sich bewusst, dass Sie einen Einfluss auf Ihre Gefühle haben. Ihre Gefühle entstehen durch Ihre Gedanken. Sie haben also die Macht, Ihre Gefühle zu beeinflussen, in dem Sie anders denken und sich verhalten.
  • Im Grunde genommen beginnt das Loslassen mit einem einzigen Satz: „Ich bin bereit, los zu lassen“. Wann immer Sie an das denken, was Sie loslassen möchten, unterbrechen Sie Ihre Gedanken mit einem STOPP und halten sich obigen Satz vor Augen. Sie werden in der ersten Zeit den Eindruck haben, sich zu belügen. Mit zunehmender Übung werden Sie aber beginnen, ihm Glauben zu schenken.
  • Machen Sie eine Gewinn-Verlust-Rechnung auf: Was gewinnen Sie, wenn Sie loslassen? Was verlieren Sie, wenn Sie loslassen? Oder anders herum: Was verlieren Sie, wenn Sie nicht loslassen, was gewinnen Sie, wenn Sie nicht loslassen? Die Beantwortung dieser Fragen motiviert Sie einerseits, loszulassen und zeigt Ihnen andererseits, welche Ängste und Befürchtungen Sie haben, wenn Sie loslassen.
  • Stellen Sie sich Ihrer Angst, loszulassen. Überprüfen Sie, ob Ihre Angst realistisch, begründet oder übertrieben ist. Häufig erzählen wir uns nämlich, dass wir zu etwas unfähig sind oder sich Katastrophen ereignen werden, obwohl dies überhaupt nicht der Fall ist. Nur, indem wir unsere Angst genauer anschauen, stellen wir fest, ob diese begründet ist.
  • Suchen Sie nach Menschen, die eine solche Situation bereits erfolgreich bewältigt haben. Fragen Sie nach, wie diese es geschafft haben, und lassen Sie sich Mut machen. Auch Berichte von Betroffenen in Büchern (das Lola Prinzip) können hilfreich sein.
  • Meiden Sie Menschen, die ähnlich wie Sie in einer solchen krankmachenden Situation (Energieräuber meiden) verharren und nicht loslassen können.
  • Vermeiden Sie Selbstvorwürfe, so lange an etwas festgehalten zu haben und erst jetzt aus der Situation auszubrechen. Sie haben aufgrund Ihrer Lebensgeschichte solange gebraucht, um diese Erkenntnis zu zu lassen.
Jetzt viel Erfolg beim Loslassen – Sie schaffen das! Ich glaube an Sie!

Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
Swen-William Bormann;-) If you can dream it, you can do it!

Tragen Sie sich doch jetzt in den 3-Tages-Motivation-Inspiration-Newsletter ein – der ist absolut GRATIS >>Hier klicken<<


About these ads

9 Gedanken zu “Loslassen

  1. Guten Morgen, vielen Dank für den Artikel. Er trifft so zu. Bloß was ist, wenn man selber loslässt, aber man über Jahre nicht losgelassen wird. Man verliert wertvolle Jahre seines Lebens und noch die Möglichkeit auf weitere Geschenke des Lebens, nur weil man einfach nicht losgelassen wird.

  2. Pingback: Stress – nein Danke! | Mentaltrainer1's Blog

  3. Pingback: Mentaltraining im Schießsport | Mentaltrainer1's Blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s