Der Hai

Ein Sportjournalist fragte den Experten für Mentales Training im Sport, Kurt Eberspächer, was er von der Methode eines australischen Schwimmtrainers hielte, der seinen Schwimmern riet, sich vorzustellen, sie würden von einem Hai verfolgt, eine Vorstellung sozusagen als Mentalturbo. Seine Antwort: „Im Prinzip nicht schlecht, nur was machen die Schwimmer bei der Wende?“ Diese Geschichte erzählte er seinen Studierenden thematisch einschlägigen Seminar an der Universität als anschauliches Beispiel. Daraufhin meldete sich eine Studentin, national erfolgreiche Triathletin, um ihre Erfahrung mit just diesem Thema zu berichten. Im Trainingslager in Australien habe ihr ein Trainer genau diesen Rat gegeben, der da wohl verbreitet sei. Im Schwimmbecken habe das dann auch immer wunderbar funktioniert. Zum Beinahe-Drama allerdings geriet dann ein Training im offenen Meer, bei dem ihr ein leibhaftiger Hai begegnet sei, dem sie in panischer Angst davonzuschwimmen versuchte, ohne allerdings zu wissen, ob er sie wirklich verfolgte. Schlechter, verkrampfter und erschöpfender sei sie noch nie geschwommen. Obwohl Kenner ihr hinterher versicherten, es hätte sich um eine vergleichsweise harmlose Haiart gehandelt, sei sie seitdem nie mehr im Meer geschwommen.

Man sieht bei der Triathletin das die Angst so groß war, dass sie den Hai förmlich mit dem negativen Denken angezogen hat. Sowie es Hiob schon in der Bibel schrieb: „Das Negative was ich dachte, kam über mich.“ Trotzdem ist diese mentale Technik eine gute Motivation. Auch Spitzenschwimmer wie Michael Phelps machen sich so eine Technik zu nutze.

Möglicherweise können sie diese Technik auch für sich in ihrer Sportart nutzen.

Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
Swen-William Bormann 😉 Wenn Du es träumen kannst, dann kannst Du es auch: “Einfach tun”!

12 thoughts on “Der Hai

  1. Als Kind habe ich unerlaubterweise Schocker wie der Weiße Hai und Filme mit Mutanten-Krokodilen gesehen und habe damit selbst heute als Erwachsener noch mit zu kämpfen. Selbst im Schwimmbad kommt ein ungutes Gefühl auf, trotz des Wissens, dass im Schwimmbad weder ein Hai noch ein Krokodil sein können. Für mich wäre diese Taktik also eher nichts, da ich Panik bekommen würde, anstatt schneller zu schwimmen 🙂

    • Hallo und Danke für Ihre Antwort.
      Sie sollten die negative Gedanken in Positive „switchen“.
      Zum Beispiel:
      Das Krokodil als Seehund vorstellen, und der Hai als Goldfisch.

      Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
      Swen-William Bormann;-)If you can dream it, you can do it!

  2. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich mich selbst davon überzeugen könnte, dass mich ein Hai verfolgt. Schließlich funktioniert das Ganze ja nur, wenn man auch daran glaubt, bzw. es sich tatsächlich vorstellen kann.

    • Hallo und Danke für Ihre Antwort.
      Genau um das geht es beim Mentaltraining: Visualisieren und Glauben.

      Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
      Swen-William Bormann;-)If you can dream it, you can do it!

  3. Hallo schöner Artikel,

    in diesem Fall, wäre es wohl besser sich vorzustellen, mein selbst wäre der Hai und würde mühelos durchs wasser gleiten, schneller als alle anderen und immer Herr der Lage.

    Oder, wie ich früher als Tauchlehrer immer zu meinen Tauchschülern sagte, ich muss nicht schneller als der Hai sein, nur schneller als die anderen Taucher/Schwimmer.

    Gruss aus Phuket,
    Sebastian Prestele

    • Hallo Sebastian Prestele,
      Danke für Ihren netten Kommentar.
      Sie haben die positive Motivation, und ich die Negative. Die Frage ist was jetzt schneller ist…?
      Freue mich wenn Sie den Artikel auch mit anderen Teilen – in Phuket;-)

      Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
      Swen-William Bormann;-)If you can dream it, you can do it!

      • Hallo Herr Bormann,

        ja, die Frage ist immer, was besser/schneller ist. Grundsätzlich, bin ich der Meinung, dass positive Motivation nachhaltiger ist. Wie Sie im Beitrag ja bereits ansprechen, kann die Vorstellung von einem Hai verfolgt zu werden bei dem ein oder anderen auch nach hinten losgehen.

        Werde den Artikel, bzw. den Blog dennoch gerne weiterempfehlen. Auf Phuket gibt es ohnehin keine gefährlichen Haie 😉

        Viele Grüsse und auf die Erfüllung aller Träume,
        Sebastian Prestele

      • Hallo Sebastian Prestele,
        viele Menschen in Deutschland stehen aber auf die negative Motivation, die Positive ist mir lieber und möglicherweise auch nachhaltiger. Dann sind Sie ja von Haien verschont…;-)

        Danke für die Weiterempfehlung!

        LG nach Phuket, Swen-William Bormann;-)If you can dream it, you can do it!

  4. Das finde ich jetzt sehr interessant, ist es wirklich so, dass die Menschen in Deutschland eher auf negative Motivation stehen? Das habe ich so deutlich noch nicht gehört.
    Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass bspw, in den USA positive Motivation besser ankommt, als in Deutschland.
    Haben Sie eine Erklärung, warum dies so ist? Evtl. eine Frage der Mentalität? Deutsche gelten ja eher als verschlossen und ernst, da würde eine Neigung zur negativen Motivation durchaus Sinn machen.

    Auf jeden Fall eine interessante Thematik.

    LG,
    Sebastian

    • Das ist wohl auch aus der Geschichte zu erklären.
      Mir wäre der andere Weg auch lieber, mit der positiven Motivation.
      Das ist die Erfahrung aus vielen Seminaren und Coachinggesprächen –
      Ausnahmen bestätigen die Regel.

      LG Swen-William;-)

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