Erfahrungsbericht vom Wolfsman Run & Rock

Hallo liebe Blogleser,

schon wieder ein Blogbeitrag – ja schon wieder, aber das MUSS ich Ihnen einfach berichten.

Tauchen Sie einfach in das Event, mit diesem Video, ein:

Heute Nacht von Krämpfen in den Waden und Oberschenkeln aufgewacht, doch es hat sich die Erfahrung gelohnt. Und bei der Streckenbegehung dachte ich noch, das geht doch, werde ich schon gut durchstehen (mental sowieso!)!

Also der Start war um 16.00 Uhr, und alle künftigen Wölfe fingen schon an zu heulen! Von der Anfangseuphorie der Zuschauer und Läufer lies ich mich richtig anstecken, und mein Tempo war zu hoch, der Körper produzierte zuviel Milchsäure. Es kam das erste Hindernis: Betonröhren durch die man durchkrabbeln musste! War noch ok, denn es war das erste Hindernis! Dann nach der unebenen Motocross-Strecke kam das erste Highlight: Ein Lehmhügel der so steil wie der Mount Everest war, in der Mitte hing ein Seil an dem man sich hochziehen konnte. Das Haute schon rein, und kostete Körner! Nach einem flachen Joggingteil kam der Flusslauf, bis zu den Knien im kalten schlammigen Wasser. Ich hätte auf Bernhard hören sollen, meine Schuhe waren zu lasch geschnürrt, und der Schlamm war in meinen Adidas-Stiefeln. Na toll! Ich joggte weiter aber kurz  für dem nächsten Berg mit Autoreifen, setzte ich mich, und zog die Schuhe aus, um den Schlamm rauslaufen zu lassen. Dann kam wieder ein ruhiger Laufteil, bis zu den Containern, über die man mittels einer Leiter einsteigen musste, und hinten auf der Kante in Sand sprang! Mittlerweile bei KM 1,5 war die Energie schon gesunken. Es ging weiter auf der Strecke mit Autos, wo man über die Motorhaube springen musste, mit dem Schlamm an der Hose ging das extrem gut. Nach den Autos wartete ein Panzer, unter dem man durchkrabbeln musste. Kurzes Joggingstück, und dann kamen Metalquader über die man hüpfen musste. Mensch Swen-William bei KM 2 schon ganz schön energieraubend! Jetzt kam das erste Hammerding: Ein Wasserteich durch den man durchstapfen musste, meine Klamotten saugten alles auf. Jetzt war ich nochmal 2 kg schwerer! Es ging weiter mit einem Joggingstück, und dann wartete ein flaches (50 cm hoch) mit Gittern abgedecktes Stück. Ein Läufer hatte die richtige Technik, er kugelte sich durch, was ich natürlich gleich kopierte (Modelling of the excellence!). Dann kam ein kurzes Joggingstück, und dann eine Mauer an der man hochklettern musste und hinten 1,5 m tief in Sand springen musste. Nun war die erste Trinkstelle erreicht: Zwei Becher Wasser! Dann nach einer kleinen Joggingstrecke war das nächste Ekelerlebnis da, ein ars…kalter Tümpel, der nach Kloake roch, den mussten wir durchqueren, die Schuhe immer tief im Morast. Nun waren meine Klamotten und Schuhe 5 kg schwerer, und das bei KM 3. Ausruhen – keine Chance jetzt kam der nächste Hammerberg. Ich kam mir vor wie bei der Tour de France! Weiter ging es im Wald erstmal ohne Hindernisse, bis dann die schönen Traktorreifen warteten, durchkrabbeln war angesagt, und die Knie bedankten sich 😉 KM 4 und ich war schon ein bisschen platt, Dank dem 5 kg Sack an meinem Körper! Paar Hindernisse und Berge später, waren wir bei der Halbzeit! Knapp eine Stunde, da waren die Ersten schon im Ziel (WOW!), und ich hatte die Runde nochmal vor mir. Ich sagte innerlich zu mir: „Du musst finishen, und im Zeitlimit bleiben, damit Du das Wolfsamulett bekommst!“ In der 2 Runde kamen mir die Wasserteile und Berge doppelt so schwer vor, und ich wünschte mich schon unter der Dusche zu sehen. Beim 2 Ekelsumpf dachte ich mir, komm da schwimmst Du im Kraul durch, das war keine gute Idee, ich schluckte das Wasser! Ich dachte ich muss mich übergeben, das schmeckte wie Sch..se (auf gut deutsch!)! Und mittlerweile 10 kg schwerer, lief ich ins Waldstück, da kamnen mir die Racing-Cops (mit dem Kapitän Marc Schwalber!) schon entgegen: „Swen-William komm Du schaffst es!“ Ich erwiderte: „Natürlich!“ Jetzt war es Zeit in guter alter Haile Gebresalasie Manier in Socken (3 km) weiter zu laufen, die Schuhe waren gefühlt: Tonnenschwer! Dabei musste ich wie durch ein Trettminenfeld names Steine. Ich wollte nur noch ins Ziel und unter die Dusche, am letzten Strohberg bekam ich einen Wadenkrampf, und musste kurz inne halten. Ich sah das Ziel schon, und alle Leute feuerten mich an, da ich der Letzte auf der Strecke war, doch das war egal, mit Live-Kamera und Standing Ovations ins Ziel! WOW – ich bin ein Wolfsman, als Zeichen hängten Sie mir das Amulett um! YES  I did it! Nun interviewte mich der Laufsprecher noch LIVE, ob ich beim nächsten Rennen wieder dabei wäre, und was ich verbessern würde: „Klar! Blos ich laufe dann NACKT!“ Alle lachten laut…und ich war der glücklichste Wolf des Rennens!

Ich hoffe Ihnen hat mein Bericht gefallen, und Sie laufen nächstes Jahr auch mit!

Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
Swen-William Bormann 😉 Wenn Du es träumen kannst, dann kannst Du es auch: “Einfach tun”!

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10 Kommentare zu “Erfahrungsbericht vom Wolfsman Run & Rock

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