Was kann man aus dem Leben von Jan Ullrich lernen?

Hallo liebe Blogleser,

wie fühlt sich jetzt Jan Ullrich nach dem Geständnis: „Ja, ich habe gedopt!“?

Um die ganze Geschichte und den Menschen Jan Ullrich zu verstehen, muss ich ganz vorne anfangen. 1997 haben wir uns an dem neuen Rad-Superstar Ullrich gefreut, und wir haben ihn auf einen Thron gesetzt. Wir haben gerne Helden – und dem hat Jan Ullrich mit seinem Tour de France-Sieg Folge geleistet.

Mental und psychisch sind da erst Glücksgefühle und man fühlt sich unantastbar. Trotzdem baut man jetzt eine hohe Erwartungshaltung (außen-innen) auf, deshalb muss man in dem psychologischen Bereich sehr stark sein.

Waren Sie nicht auch schon mal in so einer Drucksituation?

Weiterhin war Jan Ullrich jetzt gezwungen einen Maske auf zu setzen, damit er allen gerecht wurde (Medien und Menschen). Er mußte jetzt „Everybody`s Darling“ spielen und sein. Er wurde von Fernsehsendung zu Fernsehsendung gereicht, weiterhin hat sein Management jeden Sponsorentermin wahrgenommen. Er hatte natürlich sowas wie eine Art „Goldene Kuh“, die man in der Hype-Zeit ausgeschlachtet hat.

Man fragt sich aber, wie fühlt sich der Mensch Jan Ullrich? Er ist ja auch keine Maschine, an dem alles spurlos vorbeigeht…! In diesem Zuge fällt mir auch Magdalena Neuner ein, die genau wegen dieser Thematik, jetzt nach der Heim-WM im Biathlon zurücktritt (mit 24 Jahren)!

Alle haben aber erwartet das der Held, Jan Ullrich, weiter perfekt funktioniert. Denn wir wollen bei Helden keine Schwäche sehen, denn in unserer Gesellschaft erwarten wir den Perfektionismus. Doch genau in der Erwartungshaltung der Menschen, war der Untergang von Jan Ullrich vorprogrammiert.

Jetzt erwarteten die Medien und wir als Deutsche den 2. Toursieg, und um diese gerecht zu werden, sah er keine anderen Ausweg als zu unerlaubten Mitteln zu greifen. Deshalb sind diese Höchstleistungen bei der Tour de France, eigentlich nur mit Doping zu erreichen. Da war es ja mehr schlecht als recht, das Herr Fuentes mit seinem Blutdoping, der perfekte Dominostein in seinem Spiel für ihn war.

Durch die Erhöhung des Drucks von allen Seiten, war natürlich auch der Weg zum Burnout, den er erlebt hat auch eine logische Schlussfolgerung. Er wurde wie von 2 großen Mühlsteinen zerrieben.

Dies ist ja nicht nur ein Phänomen des Sports, sondern auch die Erwartungshaltung in der Gesellschaft, und das Streben nach Perfektionismus gibt uns immer mehr psychologische Tragödien. In unserer Gesellschaft wird nicht nur zu Drogen, meistens zu legalen Drucklösern gegriffen: Alkohol und Zigaretten!

Wie sieht Ihre jetzige Situation aus, und wie gehen Sie mit den Drucksituationen um? Nutzen Sie Ruhepole und Techniken wie Meditation und Joga?

Ich empfehle Ihnen nutzen Sie die enormen Werkzeuge, und hören Sie auch bitte in sich hinein.

Jetzt wünsche ich Ihnen maximale Erfolge mit meinen Tipps, die Sie sich bestimmt zu Herzen nehmen.

Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
Swen-William Bormann 😉 Wenn Du es träumen kannst, dann kannst Du es auch: “Einfach tun”!

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6 Gedanken zu “Was kann man aus dem Leben von Jan Ullrich lernen?

  1. Selbst wenn man Druck von allen Seiten erlebt, so kann das kein Grund sein, zu unlauteren Mitteln zu greifen. Sicherlich ist es richtig, dass die meisten Menschen lernen müssen, mit Druck umzugehen und es hierfür viele Methoden gibt. Aber was man in meinen Augen nie vergessen sollte: Recht zu handeln bedeutet auch, sich solchem von außen gemachtem Druck nicht auszusetzen oder offensiv mit ihm umzugehen. Dazu gehört in meinen Augen im Sport gerade solche Betrügereien nicht zu akzeptieren, sondern sie öffentlich zu machen.

    1. Hallo Simone Weber,

      kann Ihren Kommentar aus Ihrer Sichtweise voll verstehen, und natürlich gilt sowas nicht zu aktzeptieren. Doch wenn es um Geld geht wird das Gewissen des öfteren ausgeschaltet!

      Wünsche ein zauberhaftes Winterwochenende, und maximale Erfolge bei Ihren (rechtlichen) Vorhaben!

      Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
      Swen-William Bormann;-) If you can dream it, you can do it!

  2. Viele richtige Gedanken, abe ran manchen Punkt zu kurz gedacht, möglicherweise nicht genug Wissen über den Radsport vorhanden, was in keinster Weise so böse gemeint ist wie es klingt.

    1. Schauen sie sich mal die Dopinghistorie an, die im Team Telekom herrschte. Wer ernsthaft – gerade als Jan Ullrich Fan – behauptet er wäre bis 2005 clean gefahren, der verkennt die Situation im Profiradsport. 1996 der Sieg von Mr 60%, die Reihe der positiv getesteten TdF Sieger der letzten Jahrzehnte, all das spricht für sich.

    2. Kann man sich das Verhalten von Andreas Klöden anschauen. Wie er mit dem Druck umgeht, immerhin war er auch 2. der TdF und wie er auch und insbesondere mit den Medien umgeht.

  3. Es ging, so habe ich den Artikel aufgefasst, ja darum, dass man rechtzeitig die beschriebenen enormen Werkzeuge einsetzt – Ruhepole, Anker, Meditation usw.
    Um eben dem vorzubeugen, dass man dem sicher gewaltigen Druck nicht mehr standhalten kann.

    Und ganz klar, ich bin für lauteren Wettbewerb und faire Mittel, um den Gegner zu schlagen.

    Ideealistische Grüße
    Jens A. Heim

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