Die Macht des Unbewussten

Hallo liebe Blogleser,

diesen Blogbeitrag habe ich auf Grund der 2 teiligen ARD-Reportage „Die Macht des Unbewussten“ geschrieben. Schade das die ARD den ersten Teil schon aus der Mediathek entfernt hat. (Ich konnte beide Teile wieder auf YouTube finden – siehe unten!)

Starten möchte ich mit dem Satz von Gerhard Roth, Neurowissenschaftler der Uni Bremen: „Es beleidigt uns das wir eine Marionette des Unbewussten sind, und das wir nur was anderes tun, wenn wir andere Gedanken eingeben!“ Interessanter Satz?! Das heißt wir sind dem Unbewussten solange ausgeliefert, bis wir uns bewusst entscheiden die Gedanken um zu programmieren. Gedanken, Filter, unbewusste Programme (Paradigmen), u.s.w. können also nur mit Mentaltraining und Persönlichkeitsentwicklung verändert werden. Ansonsten laufen wir täglich wie Pawlowsche Hunde durch die Gegend und reagieren auf Reize von Außen. Wir sind also mehr dem Unbewussten ausgeliefert als wir denken. Wie die Reportage anhand vielen Beispielen zeigt, das vieles im unbewussten abläuft: Suche eines Partners (auch das spätere Zusammenleben) – Wahl der richtigen Kartenstapel – der Fotograf der Wellenreiter – die Kampfjetpiloten – u.s.w.!

Eine Aussage im Film heißt: „Keiner weiß warum wir etwas tun, ob es an der Werbung – Kindheit – Schule/ Berufsausbildung – … liegt?“

Wenn wir überlegen das wir nur einen Gedanken bzw. maximal 5 Informationeinheiten in der Großhirnrinde „bewusst“ verarbeiten können, sind wir in den meisten Entscheidungen vom Unbewussten gesteuert. Bewusst erinnern wir uns nur an Kissenschlachten der Kindertage, Liebesglück und Atemnot (Krankheiten). An was wir uns erinnern schlägt sich nieder in dem was wir unbewusst tun. Am meisten entscheidet unbewusst das Angst- und Panikzentrum in den Mandelkernen, und das daneben gelegene Glücks- und Belohnungszentrum des Gehirns. Sie haben so zu sagen immer das erste und letzte Wort bei den Entscheidungen. Dieser Geheimdienst aus dem Kopf verarbeitet jedes Szenario in ein Gefühl: „Ihr Kopf macht gerade nichts anderes!“

Bevor Ihr Bewusstsein etwas entschieden hat, haben Sie schon meistens  nach dem Unbewussten gehandelt.

Im Gehirn laufen die Prozesse rasend schnell ab, deshalb sind wir auf das Unterbewusstsein angewiesen, wenn wir nur bewusst Entscheidungen treffen, dann würde das viel zu lang dauern.

Im endlosen Datenstrom, der Welt die uns umgibt, verbringt unser Gehirn Wunderdinge und Höchstleistungen in jeder Ebene. Natürlich auf die Menge der unbewussten Entscheidungen natürlich auch eine Menge Fehler (= Helfer, wenn man die Buchstaben umstellt!). Die größte Fehlerquelle ist das das Gehirn in jeder Situation Zusammenhänge herstellen will. Natürlich wird uns da vom Gehirn auch vieles Unnützes untergejubelt. In der Reportage wird nach den letzten Stellen unserer Telefonnummer gefragt, und danach das Geburtsjahr von Dschingis Khan abgefragt. Es gibt vier Möglichkeiten, doch die meisten entscheiden sich dann für die 3-stellige Zahl, da wir ja davor nach unseren letzten 3 Ziffern der Telefonnummer gefragt wurden. Die Experten nennen dieses Phänomen „Priming“. Wir erliegen ihm ständig:

1. Wir verlieben uns in Menschen mit denen wir was Aufregendes erlebt haben.

2. Wir geben mehr Geld aus, wenn wir bei einer Aktion vorher an eine hohe Zahl gedacht haben.

Auch beim Duschen werden wir davon eingeholt: Je einsamer ein Mensch ist desto häufiger duscht und badet er. Warum? Wir ersetzen soziale Wärme mit physischer Wärme. Das gilt auch mit der Wärme eines Kamins oder die eines heißes Getränk: Kaffee oder Tee! Wir finden Menschen interessanter, wenn wir ihn bei einem Heißgetränk kennen lernen, als bei einem Kaltgetränk. Ist das nicht unglaublich?

Der Verstand hat sehr wenig damit zu tun – was wir tun (kryptische Aussage – aber hochinteressant!)!

>>Müssten wir beim Sport jeden Ballwurf z.B. beim Basketball „bewusst machen“, würden wir zuviel Energie verbrennen, und wir schnell die Lust daran verlieren.<<

Wir leben also alle in unbewussten Schaltkreisen, das man z.B. auch beim Gähnen eines Menschen beobachten kann: Denn sofort gähnen andere Personen im Umfeld um unbewusst den anderen zu spiegeln! Wie ist es denn wenn ein anderer uns anlächelt?

Jetzt können wir auch verstehen warum viele Menschen in Routinen und Gewohnheiten leben!

Wollen Sie jetzt weiter in Routinen und Gewohnheiten leben?

Teil 1

Teil 2

Gibt es leider nicht mehr auf YouTube!

Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
Swen-William Bormann 😉 Wenn Du es träumen kannst, dann kannst Du es auch: “Einfach tun”!

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7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Schon Émile Coué demonstrierte täglich, was es praktisch bedeutet, dass unser bewusster Verstand gerade mal EINEN Gedanken auf einmal denken kann. Alle anderen Gedanken warten im UNBEWUSSTEN darauf, uns bewusst zu werden. Wie gut das dann klappt, hängt sehr damit zusammen, in welcher Qualität wir mit dem Unbewussten umgehen.
    Meine Recherchen für die neue Ich-kann-Schule haben mir gezeigt, dass der durch Pädagogik vorgegebene Umgang mit dem Unbewussten geradezu vernichtend ist. Die Pädagogik drängt im Problemfall immer nur zur Steigerung der BEWUSSTEN Anstrengungen und macht durch derart unausgeglichenes Handeln die Probleme nur immer noch größer. Es wird höchste Zeit die Tabuisierung des Unbewussten aufzuheben und einen vernünftigen Umgang mit den unbewussten Kräften zu lernen.
    Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

    1. Danke für Ihren tollen Kommentar, lieber Franz Josef Neffe!

      Weiterhin wünsche ich einen guten Umgang mit dem Unbewussten …

      Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
      Swen-William Bormann 😉 Wenn Du es träumen kannst, dann kannst Du es auch: “Einfach tun”!

  2. Mawie sagt:

    schade, dass Teil 1 gesperrt ist.

    1. Hallo Mawie,

      Danke für den Hinweis – habe Teil 1 noch woanders gefunden, so dass man ihn jetzt wieder genießen kann.

      Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
      Swen-William Bormann 😉 Wenn Du es träumen kannst, dann kannst Du es auch: „Einfach tun“!

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