Was haben psychische Krankheiten und Produktivität mit einer guten Führungskraft zu tun?

BlogbeitragPsychischeBelastungFührungkraft

Hallo liebe Blogleser,

als Frau von der Leyen zum Thema „psychische Belastungen“ jetzt Konsequenzen ziehen will, ist das Thema wieder in aller Munde. Es war immer da und hätte schon viel früher angepackt werden müssen, doch jetzt plant Sie erstmal wieder einen runden Tisch. Wir wissen ja wie lang das in der Politik dauert 😉

Doch was hat das Ganze mit den Führungskräften zu tun? Sehr viel, und genau da müsste man ansetzen. Denn das würden die psychischen Krankheiten, wie z.B. Burnout, enorm verringern und sogar die Produktivität steigern.

Es besteht ein Zusammenhang von mangelhaften Führungsverhalten von Vorgesetzten und Stressempfinden bei Mitarbeitern. Führungskräfte landen oft völlig unvorbereitet auf ihrem Posten und erhalten auch im weiteren Werdegang kaum Unterstützung, um sich als Führungspersönlichkeit weiterzuentwickeln.

Was ist dran an der These? Ist fehlende Führungskompetenz wirklich dafür verantwortlich, wie hoch das Stress-Niveau der Mitarbeiter ist? Es gibt genau 2 Faktoren die Stress entscheidend beeinflussen: Die Anstrengungsniveau und die Motivation. An diesen beiden Stellschrauben können Führungskräfte maßgeblich drehen, indem sie zum Beispiel Termindruck rausnehmen und Anforderungen herunterfahren. Und indem sie durch Führungstechniken wie Anerkennung, Gewährung von Handlungsspielräumen und durch das Bereitstellen von Unterstützung in Form von Geld oder zusätzlichem Personal mehr Motivation schaffen. Ganz wichtig dabei: Die Führungskraft muss ein gutes Vorbild sein. Das gelinge zum Beispiel, indem sie sich an Prioritäten orientiert statt an Dringlichkeit – und das setze wiederum die Fähigkeit voraus, gut zu organisieren – sich selbst genauso wie die Arbeit im Team. 

Das Ziel einer guten Führungskraft muss es sein, sich nicht ständig von Termindruck treiben zu lassen. Dazu ist Weitblick nötig, die Gabe zu erkennen, was wirklich wichtig ist für das Unternehmen: Die Umsetzung nachhaltiger und anspruchsvoller Ziele – etwa die Senkung von Produktionskosten, die Erschließung neuer Märkte oder das Umstrukturieren von Arbeitsprozessen. An diesem wichtigen Themen müsse man mit der nötigen Disziplin dranbleiben und dabei das Alltagsgeschäft nicht aus den Augen verlieren.

Nur wenn der Chef selbst ständig hintendran ist und keine funktionierende Organisation hat, dann reißt er sein Team mit in Stresssituationen. Die Folge: Das Anstrengungsniveau der Mitarbeiter steigt. 

Maßgeblich für den Block „Motivation“ sind die sozialen und emotionalen Kompetenzen eines Vorgesetzten: Ist er in der Lage, Dynamiken in der Gruppe zu erkennen, kann er Schwierigkeiten vorhersehen oder Stress der Mitarbeiter frühzeitig erspüren? Wir haben in Deutschland eine ausgeprägte Spezialistenkultur. Doch ein fachlich guter Ingenieur oder Kaufmann sei trotzdem nicht unbedingt der beste Mann, um ein Team zu Spitzenleistungen zu führen.

Was also tun, um Führungskräfte mit diesen nötigen Qualifikationen auszustatten? Hier gibt es Coaching, Weiterbildung (Seminare), Mentoring, kollegiale Beratung.

Leider ist die systematische Ausbildung im Bereich von  Führungsverhalten in Deutschland in vielen Unternehmen unterentwickelt. 

Doch das Thema hätte nur Vorteile für die Firmen: Durch gutes Führungsverhalten können Mitarbeiter mehr leisten. Und dadurch steigt die Produktivität. Weiterhin würden psychische Krankheiten und Belastungen nachlassen.

Wir hoffen nun auf einsichtige Firmen und Führungskräfte, möglicherweise können Sie den Artikel weiterempfehlen, damit sich was ändert. Oder sogar als Führungskraft die Möglichkeiten jetzt voll ausschöpfen.

Viel Erfolg dabei und „Einfach tun“.

Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
Swen-William Bormann 😉 Wenn Du es träumen kannst, dann kannst Du es auch: “Einfach tun”!

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hi danke für den tollen Artikel. An dem Sprichwort der Fisch stinkt immer vom Kopf her ist was wahres dran auch wenn er nicht immer zutrifft. Ich denke in einem Unternehmen wo Führungskräfte authentisch und vor allem menschlich sind treten viele Probleme erst gar nicht auf.

    Viele Grüße
    Oliver

    1. Hallo Oliver,

      Danke für dei Blumen!

      Authenzität und Weiterbildung bei Führungskräften in Unternehmen sollte immer mehr Schule machen.

      Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
      Swen-William 😉 If you can dream it, you can do it!

  2. Eine weitere Möglichkeit wäre, auf mehr demokratische Elemente zu setzen, und nicht alles den Manager machen zu lassen. Loslassen, verteilen von Verantwortung und gemeinsam die Strategien, Methoden und Werkzeuge entwickeln bringt ein Team von selbstbesteuerten, hochmotivierten, kreativen Menschen.
    Wir von Initiative Wirtschaftsdemokratie schreiben darüber, wie es geht und auch das es geht:
    http://wirdemo.buergerstimme.com/about/

    1. Hallo Dr. Martin Bartonitz,

      Danke für Ihren interessanten Einfwurf: Loslassen der Manager!
      Ich wünsche mir das für die Unternehmen 😉

      Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
      Swen-William Bormann 😉 If you can dream it, you can do it!

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