Wie bringt man Jugendliche von der Sucht weg?

 

Hallo lieber Blogleser,

Du weißt das ich gerne heiße Eisen bzw. Themen anpacke, damit Du enorm davon profitierst! Wie auch kontroverse Erfahrungen zum Schul- bzw. Studiumsystem wie die die auch schon David Precht und Hirnforscher Prof. Hüther machen (sehr schön das ich die persönlich kenne)!

Warum tue ich das und was ist meine Intension? Was hat das mit Coaching bzw. Deiner Trainerarbeit zu tun? Sehr viel, denn gerade dieses Thema Sucht (ob Alkohol, Zigaretten oder Drogen), hält Dich von Deinen Wünschen, Träumen und Zielen ab! Da meine Mutter ein großes Alkoholproblem (mit dem ich auch offen in meinen Hörbücher umgehe!) hatte und ich mich im Kindes- und Jugendalter damit täglich beschäftigen musste, und erst als mein Vater starb hatten wir dieses Problem im Griff.

Warum ich den Alkohol (das größte Suchtmittel vor Drogen) verteufle und nur ab und zu mal zum Genuss (ist vollkommen okay, wenn es nicht zu dauerhaften Rauschzuständen führt!) oder bei Feiern was trinke!

Denn es hat sehr tiefliegende bzw. tiefenpsychologische Ursachen, aber keine Angst ich will jetzt keinen Sigmund Freud aus Dir machen. Es geht wirklich um echte Erfahrungen und Lösungen (was jeder bei sich im Umfeld oder Familie umsetzen kann) eines Landes das gerade zum ersten Mal zur Fußball-WM fährt: Island.

Natürlich sind die folgenden Tipps nicht nur für Jugendliche einsetzbar, doch da kann man die Muster und Gewohnheiten noch eher brechen und die Zöglinge auf den richtigen Weg leiten. Früher konnte man ab 22 Uhr nicht mehr durch die Straßen der Hauptstadt von Reykjavik gehen, denn dort begegnete man nur noch besoffenen und bekifften Jugendlichen, die andere anpöbelten und die Stadt in ein Schlachtfeld verwandelt haben. Erinnert uns das nicht an manche Großstadt bei uns in Deutschland? Also vor 20 Jahren gehörte das Land zu den Schlechtesten Europas, wenn es um den Konsum von Alkohol, Zigaretten oder Drogen ging. Dann legten die Isländer ein nationales Jugendprogramm auf. Das Ergebnis war das sich alles dramatisch zum Positiven veränderte. Heute steht Island an der Spitze der Tabelle. 1998 gaben noch 42% der 15-16 jährigen das sie betrunken bzw. bekifft gewesen sind, das wandelte sich über die Jahre bis heute zu 7%. Ähnlich sieht es in der Statistik mit dem Rauchen und Drogenkonsum aus.

Jetzt fragst Du Dich ungeduldig wie das geschafft wurde und mit was für einem Plan? Einem 5 Punkte Plan der folgendermaßen aussieht:

  1. Für alle Jugendlichen galt der Zapfenstreich im Winter bei 22 Uhr und im Sommer um 0 Uhr. Das schaffte man nicht nur mit der Polizei, sondern vor allem mit sehr effektiven Elternpatroullien.
  2. Islands Eltern einigten sich auf einen Verhaltenkodex, so dass die Jugendlichen zu Hause keinen Alkohol trinken durften, kein Partys unaufbesichtigt feiern durften und dadurch mehr Zeit mit der eigenen Familie verbringen sollten.
  3. Drogenlose Freizeitaktivitäten wurden vom Staat gefördert und in den Fokus gerückt. Eltern bekamen einen 300€ Gutschein, den sie flexibel einsetzen konnten, z.B. für Fußball- und Reitvereine.
  4. Die Erfolge wurden statistisch überwacht und flächendeckende Jugendbefragungen gaben regelmäßig Auskunft über die Konsumgewohnheiten, die Beziehungen im Umfeld und die Stimmungen der Jugendlichen. Daraus wurden Maßnahmen und Bedürfnisse genau abgestimmt.
  5. Die Politik wurde einbezogen, indem man Gesetze geändert hat: Tabak ist ab 18 Jahren und Alkohol erst ab 20 Jahren erhältlich. Die Programme wurden auf Nr. 1 gesetzt und immer mehr Förderprogramme für Jugendliche genehmigt, die echten Mehrwert geboten haben.

Jetzt kann ich Dich/ Euch schon aufschreien hören! Das ist einfacher gesagt als getan: Doch hier geht es um Disziplin und Durchhaltevermögen, das sollte man als Eltern vorleben. Weiterhin sollte der Konsum und die Zeit mit digitalen Geräten sinnvoll eingeschränkt werden, und dafür mit Aktivitäten in Gruppen und unter Menschen verschoben werden.

So jetzt hoffe ich das Dir der Beitrag gefallen hat und Du es umsetzen kannst. Möglicherweise teilst Du es ja mit Deinem Netzwerk (mit vielen Eltern und Jugendlichen), das eine Menge Leute davon profitieren oder schicke es gleich auch noch Deinem zuständigen Bundestagspolitiker bzw. politischem Vertreter.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg bei Deinen Vorhaben 😀

Mit den besten Siegercoach-Grüssen,

Dein Swen-William😉 Siegen ist kein Zustand sondern ein Prozess!

 

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