Wir kommen alleine und gehen alleine – warum allein sein gut und nicht schlecht für Dich ist!

 

Hallo lieber Blogleser,

allein sein hat ein schlechtes Image. Dabei stärkt es einen selbst, wenn man sich ab und zu auf sich selbst besinnt.

In diesem Blogbeitrag will ich Dich auf die Reise zum Alleinsein mitnehmen und dadurch Dir die Ängste nehmen und die Augen öffnen.

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Foto: pixabay.com

Ich war mit einem Freund zusammen in einem Restaurant essen. Da ich als Coach und Trainer nie außer Dienst bin und mit meinen feinen Antennen auch mein Umfeld sehr gut wahrnehme, entdeckte ich einen Mann der alleine die Speisekarte studierte. Er bestellte ein Rumsteak mit gebratenen Kartoffeln, Salat und dazu einen Rotwein. Als ich in die Augen der umhersitzenden Menschen schaute, erntete er nur Blicke des Mitleids. Sie dachten ohne es aus zu sprechen: „Man ist das traurig, wenn man niemand hat der mit einem isst.“ Wir kennen das auch aus vielen Werbungen von Lebensmittelgroßkonzernen, die die Emotion als Marketinginstrument nutzen.

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Foto: pixabay.com

Doch die Natur hat uns so geschaffen das wir menschliche Nähe und Geborgenheit brauchen.

Viele tauschen heutzutage die Nähe von Menschen mit denen von Tieren aus, denn die sind treu und widersprechen nicht.

Wir wollen dazu gehören, anerkannt, gemocht bzw. geliebt werden. Dazu gehört besonders das Essen, denn gemeinsame Mahlzeiten sind was Wunderbares. Wer kennt das nicht aus der Kindheit, wenn die ganze Familie an den Tisch kommt. Da spürt man die Gemeinsamkeit, Zuneigung, Liebe und kann sich zusätzlich über Gott und die Welt noch austauschen.

Doch auch Auszeiten, Rückzugsmöglichkeiten oder sogar Sabatjahre in der Firma machen Sinn sich selbst nicht zu verlieren. In dieser Zeit kann man seine Gefühle ordnen und abschalten. In vielen Umfragen und Statistiken rückt die Zeit: „Mit sich alleine zu sein“, immer mehr in den Fokus und gewinnt enorm an Bedeutung.

Psychologen der Universität Dresden untersuchten die Work-Life-Balance und kamen zum Ergebnis, das die Gruppe von Menschen die gut mit sich allein sein konnten am wenigsten an seelischen und psychischen Krankheiten litten.

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Foto: pixabay.com

Verstehe mich jetzt nicht falsch: Das heißt nicht das Du nur als Einzelkämpfer durch die Welt laufen sollst. Denn im Kopf von vielen hat das Alleinsein einen eher negativen Touch. Warum ist das eigentlich so?

  • Weil wir in der Familie aufgewachsen sind
  • Weil wir schon im Kindergarten in Gruppen spielten und den Tag verlebten
  • Weil wir in Schule und Studium auch in Klassen und Vorlesungen saßen
  • Weil wir in Kirchen uns in der Gemeinde versammeln
  • Weil wir in Parteien oder Gemeinderatssitzungen zusammen kommen
  • Weil wir in Teamsitzungen in Firmen Entscheidungen treffen
  • Weil wir in Sportvereinen uns treffen und gemeinsam unserem Sport nachgehen
  • u.s.w.

Doch bei allen Menschenansammlungen wo wir plaudern, lachen und uns austauschen kommt irgendwann der Punkt wo wir ins Leere starren. Doch so sehr wir uns auch in Beziehungen, Gruppen und Teams wohlfühlen – wissen und spüren Du und ich, das wir letztendlich alleine sind.

Wir werden alleine geboren und werden alleine sterben.

Dazu zum besseren Verständnis, noch eine Werbung von X-Box von Youtube (bitte ganz ansehen):

Wen jetzt diese Erkenntnis auf dem falschen Fuß erwischt, wird die Angst vor dem existenziellen Alleinsein treffen. Dabei gibt es den Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit. Da erinnere ich mich an das Lesen der Sigmund Freud Bücher an den Satz:

„Einsam schmerzt, alleine sein tut gut.“

Der Professor Karl-Heinz Ladwig von der größten psychosomatischen Klinik Deutschlands in München fand heraus, das von über 4000 Teilnehmern: „Es gibt viele Menschen, die alleine leben, sich aber nicht einsam fühlen. Es gibt aber auch viele, die sich einsam fühlen, obwohl sie in einer Partnerschaft leben.“ Diesen Satz solltest Du Dir nochmals auf der Zunge zergehen lassen und Dich ehrlich fragen, wie es persönlich bei Dir ist?! Singles, die glücklich sind? Das wollen jetzt Viele nicht glauben – vielleicht auch Du?! Wir sehen und unterstellen eher den Menschen ohne Gesellschaft und Gruppen unzufrieden und unglücklich zu sein.

Alleine ins Restaurant zu gehen, macht doch niemand freiwillig?!

Doch in Zeiten von Social Media, wo man nie wirklich ganz für sich alleine sein kann, da ist das Alleinsein ein knappes und wertvolles Gut. Ich bin schon oft mit Menschen in Klosterseminare gegangen! Warum tun die das? Genau aus diesem Grund – einfach mal von dem Hamsterrad raus zu springen und auf sich selbst zu besinnen. Wer Zeit mit sich selbst verbringt kann seine Kreativität und Entscheidungsfreudigkeit fördern. Der inneren Stimme und Gedanken mal freien Lauf lassen. Denn viele Menschen, die gerne mal alleine sind, ohne sich gleich einsam zu fühlen, wissen um die positiven Seiten der Zeit mit sich selbst. Ohne das Bewusstsein zu verlieren, das sie nach dieser Zeit wieder die sozialen Kontakte und Beziehungen pflegen.

Wie war das denn in der Zeit vor den Helikoptereltern?! Als die Kinder öfters auf sich alleine gestellt waren? Mir ging das auch so. Dabei lernte ich in Krisen- und Problemsituationen selbst Lösungen zu finden, ohne gleich Rat und Tat bei den Eltern zu suchen. Weiterhin tat es mir gut alleine in die Schule zu laufen, ohne das mich meine Eltern mit dem Auto fast in den Klassenraum gefahren haben 😀 (bewußt überzeichnet!).

Foto von der Seite Siegerkind

Ein weiteres großes Thema ist die Langeweile! Viele versuchen die Langeweile mit emotionalen Reizen von außen zu betäuben. Das hat genau mit dem Thema in diesem Blogbeitrag zu tun. Denn wenn man nicht mit sich selbst zurecht kommt bzw. alleine sein kann, dann dreht man an Schrauben die einfacher zu drehen sind. Ja oder vielleicht Ja?

Also habe den Mut alleine zu sein – doch nicht einsam!

Wenn Du es alleine nicht kannst, dann hole Dir Hilfe zur Selbsthilfe von Außen. Meine persönlichen Erfahrungen sagen Dir: Es werden Meilensteine in der Persönlichkeitsentwicklung und Deinem Leben sein.

Ich freue mich, wenn Du den Artikel mit Deinem Netzwerk teilst! Dankeschön, denn nur geteiltes Wissen ist wahres Wissen 😉

Mit den besten Siegercoach-Grüssen,

Dein Swen-William😉 Siegen ist kein Zustand sondern ein Prozess!

 

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