Erziehungskompass für Eltern bzw. Erziehende!

 

Hallo lieber Blogleser,

als guter Beobachter, Analyst und Coach der keine Kinder (weil die Natur und Gott das nicht vorgesehen hatte!) hat – kann ich Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen (habe schon sehr viele Eltern und Kinder/Jugendliche gecoacht!) sehr gut durch Fragen und Körpersprache auf den Punkt bringen. Weiterhin war ja meine Kindheit suboptimal, da das Vorleben von echten Vorbildern und die Liebe fehlte, so dass ich Herausforderungen von Eltern und Erziehenden sehr gut verstehe (feine Antennen!).

In diesem Jahrhundertsommer habe ich mein Büro des Öfteren in das Freibad (Affaltrach) verlegt. Wie es der Zufall wollte war da ein Schwimm- und Sporttag der Realschule Obersulm – der Klassen von 5-9. Im ersten Moment wollte ich eigentlich wieder gehen, denn die beschalten die Jugendlichen mit der lauten Musik eines Technofestes (irgendwie ist immer Eventtime mit lauter Musik 😉 ). Doch die nette Frau an der Kasse sagte das sie gegen 11.30 Uhr wieder gehen. So ließ ich mich auf das Abenteuer von lauter Musik, arbeiten und gleichzeitigen beobachten der Lehrer mit ihrer Schülern ein. Man kann ja immer nur über die Gesellschaft und ihre Herausforderungen erfahren, wenn man den Menschen auf die Finger sieht. Erstmal waren Schwimm- und Sprungwettkämpfe, aber nicht so wie bei uns das alle teilgenommen haben, sondern alles ist freiwillig. Wenn ich das so überschlage von 130 Schülern nahmen 25 an den Schwimmwettbewerben und 10 beim Sprung teil. Jetzt soll mir doch der Pädagoge erklären was das für Teambuilding und Gemeinschaft bringen soll? Der Rest der Schüler war auf die Freibadwiese verteilt. Weiterhin gab es einige Sportstationen von Volleyball über Tischtennis und Slackline bis Wurfspielen. Die Lehrer an denen Stationen langweilten sich sichtlich, so dass man die Schüler animieren musste, das überhaupt jemand mitmacht. Der Rest der Lehrer vergnügte sich beim Kaffeetrinken und unterhalten, also Aufsicht und Führung irgendwie anders aus? Die Lehrer schwammen in der Masse irgendwie mit, damit sie ja nicht auffallen und die Schüler dadurch keine Fragen haben bzw. keine Probleme machen!

Also wir wurden früher sehr autoritär erzogen, das war auch nicht immer gut.

Doch diese heutige Methode bringt uns Jugendliche, die uns solange auf der Nase rumtanzen bis sie das bekommen was sie wollen! Im Gespräch mit der Koordinatorin für die Bademeister fiel der Satz: „Wir dürfen ja heute auch nichts mehr bei den Jugendlichen sagen, entweder haben wir die Eltern am Hals oder den Rechtsanwalt!“ Dadurch haben die Kinder und Jugendlichen eine Freifahrtschein um zu Hause und in der Schule der Boss zu sein. Na Prost Mahlzeit und Quo Vadis Zukunft und Zusammenleben!?! Das ist nicht gesund und förderlich … oder was meinst Du?

Es geht immer um ein Zusammenspiel von Elternhaus und Lehrern!

Wenn dort der Hebel nicht angesetzt wird, dann haben wir in allen Richtungen riesige Herausforderungen: Von Beruf über Studium bis zu zukünftigen entstehenden Familien …!

Jetzt muss ich die größte Herausforderung mit dem größten Lösungspotenzial ansprechen: Das Smartphone – natürlich müssen die Kinder und Jugendlichen sich dort auskennen und es bedienen können, doch der Konsum muss in einem gesunden Prozess eingeschränkt werden (stundenweise Nutzung – auch mal ausmachen!). Das Ding hat genauso großes Suchtpotenzial wie Alkohol oder Drogen. Wer nur noch im Internet hängt, indem die Inhalte für diese Generation auch sehr zweifelhaft und bodenlos sind. Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht, das solche Seelen in dem Alter schon frei verfügbar Porno- und Sexinhalte zu jederzeit abrufen können? Das ist ein Fass ohne Boden!

Fazit: Was kann ich als Elternteil und Erziehende(-r) eigentlich tun?

  1. Ich sollte als Elternteil oder Erziehende(-r) immer dem Kind oder Jugendlichen Liebe schenken!
  2. Ich sollte als Vorbild auftreten – wer selbst etwas nicht vorlebt, an wem sollen sich Kinder und Jugendliche sich ein Beispiel nehmen und lernen (YouTube Video 😀 )!
  3. Ich sollte mit den Kindern und Jugendlichen zusammen Zeit (Quality Time=Familienzeit) verbringen! Gemeinsame Erfahrungen und tolle Momente machen aus der Familie ein echtes Team!
  4. Ich sollte dem Kind oder Jugendlichen einen vernünftigen Umgang mit dem Smartphone vorleben – und nicht dauernd am Bildschirm zu hängen!
  5. Ich sollte dem Kind bzw. Jugendlichen Werte wie Respekt, Wertschätzung, Dankbarkeit, Demut, u.s.w. vorleben und aufzeigen wie wichtig das ist (Beispiele im Alltag helfen)!
  6. Ich sollte mir um den Umgang der Kinder und Jugendliche (auch hier lauern falsche Vorbilder) kümmern: Was für Freunde hat er/sie?
  7. Ich sollte gute Bücher und Blogbeiträge über Kinder- und Jugenderziehung lesen!
  8. Ich sollte dem Kind bzw. Jugendlichen den Umgang mit Geld erklären und zeigen! Denn Geld muss erarbeitet bzw. erwirtschaftet werden und hängt nicht an Bäumen 😀
  9. Ich sollte mich bei Schul- und Erziehungsproblemen (wenn sie sehr groß sind: Auch Jugendamt!) mit dem Lehrer zusammen setzen und Lösungen erarbeiten!
  10. Ich sollte mich auch nicht schämen Hilfe von Außen zu holen! Das ist besser als tausende von Baustellen zu haben und keine zu schließen!
  11. Lesen alleine bringt nichts – einfach TUN und anpacken bringt Ergebnisse!

Jetzt wünsche ich Dir/ Euch die richtigen Handlungen und Lösungsansätzen, denn alles sind Prozesse und müssen angeschoben werden!

Mit den besten Siegercoach-Grüssen,

Dein Swen-William😉 Siegen ist kein Zustand sondern ein Prozess!

Fotoquellen: pixabay.com

 

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