28. Jahre Wiedervereinigung: Wessi und Ossi ist reine Kopfsache!

Hallo lieber Blogleser,

am 3. Oktober 2018 ist wieder so weit – Tag der Deutschen Einheit: 28. Jahre Wiedervereinigung ist eine lange Zeit und jeder von uns hat so mehr oder weniger tiefere Beziehungen zu dem Thema, doch beschäftigt es uns alle: Wessi oder Ossi. Warum ist das so? Warum Vieles Kopfsache ist und was mich das Thema streift, das möchte ich Dir in meinem augenöffnenden, authentischen und ehrlichen Blogbeitrag rüber bringen.

Mein Vater war mit einer Frau aus dem Osten verheiratet, von der er sich vor der Grenzschließung 1952 getrennt hatte. Aus der Ehe entstand mein Stiefbruder, der nach der Grenzschließung mit ihr im Osten wohnte und dort seine familienjähren Bande schloss. Also betrifft mich von den Wurzeln, Erfahrungen und Erlebnissen auch dieses Verhältnis. Als mein Vater meine Mutter in Ulm lieben lernte und heiratete, entstand daraus meine Wenigkeit. Besonders die Erlebnisse und Erfahrungen mit dem Treffen in Ost-Berlin, Urlaub am Balatonsee (Plattensee) und den Besuchen in Premnitz (Brandenburg) sind mir in Erinnerung geblieben. Beim Ost-Berlin-Treffen waren meine geliebten Großeltern mütterlicherseits dabei – wo es Dank meinem rebellischen Opa an der Grenze fast zum Eklat gekommen wäre. Er war halt immer gerade aus und ehrlich – fast zu viel für den Grenzbeamten der uns fast in die Zelle schicken wollte. Doch ich sagte zu ihm: „Opa lass es gut sein“, was ihn und den Grenzbeamten zum Glück nachträglich besänftigte. Auch die Besuche in Premnitz waren ein Highlight, wo mein Vater immer Kopf und Kragen riskierte: Denn er baute das Auto so auseinander, das er sehr viel schmuggeln konnte (Jeans, Zigaretten, u.s.w.). Wir hatten jedes Mal Glück das die an der Grenze uns nicht hochgenommen haben. Mein Vater wollte halt die Vaterliebe über Geschenke transportieren und dadurch zusätzlich sein schlechtes Gewissen beruhigen. Es gab jedes Mal Stress mit meiner Mutter – und dadurch war auch immer sehr viel Pulver in den der Beziehung. Das zeigte sich auch mit dem Urlaub am Balatonsee, wo wir in einem Bungalow gemeinsam untergebracht waren. Verschiedene Familienwege, sozusagen Patchwork, geben auch sehr viel Streitpotenzial, Neid und Missgunst. Wer kennt das nicht? Das löst sich dann irgendwann beim Tod von den handelnden Personen in Wohlgefallen auf.

Man sieht also was für ein Potenzial in der Wiedervereinigung steckt, egal in welchen Schichten. Wir haben gerade noch eine Kanzlerin aus dem Osten (zeigt sich nicht daran auch das Thema exemplarisch!) mit der mir mehr oder weniger zufrieden sind. Es ist auch noch ein sehr großes Thema in Unternehmen, was ich durch meine Arbeit sehr oft feststellen durfte. Das Thema geht also bei Vielen durch Mark und Bein.

Doch was ich nicht verstehe – das sich dieses Wessi und Ossi noch so lange halten konnte?!?!

Für mich waren spätestens nach 5 Jahren diese Begriffe im Kopf gestrichen. Doch Viele verwenden diese Begriffe immer noch? Also muss es da tiefer noch Verkrustungen und Probleme geben, sonst würde sich das im Kopf bzw. Herzen nicht so lange halten. Da ist also an der Zeit das jeder das mal für sich überdenkt und reflektiert. Woran liegt es? Was sind meine Beweggründe diese Begriffe immer noch zu nutzen? Natürlich ist ein großer Punkt die Schere von Gehältern und Renten. Weiterhin sind viele Geschäftemacher aus dem Westen wie Heuschrecken über die Länder im Osten hergefallen. Auch Großunternehmen aus dem Ausland haben diesen Schub genutzt um an europäische und deutsche Fördertöpfe zu kommen, um dann nach Beendigung der Fördergelder dem Osten wieder den Rücken zu kehren. Alles nicht sehr fair und sozial verträglich!

Doch wäre es nicht mal an der Zeit diese Hindernisse zu überwinden? Gerade dadurch das sich viele Ostdeutsche abgehängt fühlen und sich der AFD mit ihrem primitiven Gedankengut anhängen. Wollen wir so weitermachen? Wollen wir noch mehr solche widerlichen Vorfälle wie in Chemnitz?

Fazit: Die jetzt geborenen Kinder bzw. Jugendlichen bis 10 werden diese Grenzen im Kopf nicht mehr haben oder sie kennen sie einfach nicht. Wir müssen weiterhin offen aufeinander zu gehen und uns als ein Deutschland sehen. Es geht darum die guten Kräfte zu bündeln und uns als Einheit zu repräsentieren. Lassen wir das Wessi- und Ossigequatsche, denn wir sind alle Deutsche! Made in Germany hat immer für Qualität gestanden – da müssen wir auf allen Ebenen wieder hinkommen. Wir müssen aufhören davon zu reden, sondern wieder gemeinsam anpacken!

Ich freue mich wenn Dir der Beitrag gefallen hat und Du ihn mit Deinem Netzwerk teilst, um wieder mehr ein WIR-Gefühl in Deutschland zu entzünden 😉

In diesem Sinne nur das Beste für Dich und einen inspirierenden Feiertag am Mittwoch 😀

Mit den besten Siegercoach-Grüssen,

Dein Swen-William😉 Siegen ist kein Zustand sondern ein Prozess!

Fotoquellen: pixabay.com

 

 

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