Nein sagen ist meistens ein Ja zu Dir selbst – wie schaffe ich das?

Hallo lieber Blogleser,

das mit dem Nein ist bestimmt auch für Dich irgendwie ein Thema, oder? Dadurch das meine Mutter durch ihre Lebensumstände immer hilfsbedürftig war (mehr dazu auf dem Hörbuch!) – war es für mich bis zum 25. Lebensjahr sehr schwierig Nein zu sagen.

Denn des Öfteren sagte ich Ja, obwohl ich Nein sagen wollte.

Ein langer und sehr schmerzhafter Prozess! Wie war es bei Dir? Oder wie war und ist Dein Verhalten zum Nein? Wurdest Du vielleicht zum Ja-Sager erzogen? Willst Du mit dem Ja einfach mit der Masse mitschwimmen? Wir alle kennen die Momente wo der Nachbar eine kleine Bitte hat, die dann doch sehr viel komplexer ist als wir das dachten. Oder der Auftrag in letzter Minute vom Chef, obwohl man eigentlich gleich Feierabend und Wochenende hätte. Der Extrawunsch vom Kind oder Familienmitglied das wir Just-in-time erledigen sollen. Es gibt so viele Momente wo wir lieber Nein statt Ja sagen sollten. Im Nachhinein hat es dann einen faden Beigeschmack und man fühlt sich nicht gut – so drängen wir unsere Seele ins Abseits. Das kann sich soweit ausdehnen das dies gesundheitliche bzw. psychische Probleme nach sich zieht.

Wir sollten des Öfteren abwägen und genau in uns hineinhören. 

Ja sagen und Nein meinen kann den Stresspegel in uns enorm nach oben setzen und hinterlässt nicht des Öfteren Frustration und noch mehr Stress. Deshalb sollten wir klare Grenzen setzen und den eigenen Standpunkt vertreten. Wenn nötig sollte man das Nein erklären – doch wenn man das zu oft macht, kommt das einer Rechtfertigung gleich. Wie alles im Leben ist das auch immer ein Tanz auf der Rasierklinge. Es erfordert einen hohen Grad an Selbstreflektion und Selbstbewusstsein. Denn wenn da irgendwo Defizite herrschen, werden wir zum Spielball der anderen. Sagt man immer zu schnell Ja ist man immer zwischen der Schwelle von Hilfsbereitschaft und Ausnutzen.

Hier ein paar hilfreiche Tipps – wie Du es immer besser schaffst auch mal Nein zu sagen:

  • Gehe erst in Dich bevor Du eine Entscheidung fällst (keine Schnellschüsse!)!
  • Woran liegt es das Du so schwer Nein sagen kannst?
  • Mache Dir klar über das Ja-Paket: „Wie groß ist der Preis den Du zahlen musst?“
  • Gebe Dir jederzeit die Erlaubnis für ein Nein!
  • Dein Nein musst Du ja nicht immer mit der Dampfhammer-Methode verteilen – manchmal ist Diplomatie auch ein guter Weg!

Hier gefällt mir auch der Satz von Viktor Frankl: „Trotzmacht des Geistes entwickeln, die Fähigkeit, im richtigen Augenblick Nein zu sagen.“

Es bedarf einfach eines guten Trainings. Das ist wie ein Muskel den Du trainierst – also trainiere den Nein-Muskel so wie Deine Körpermuskeln. Natürlich werden die Nein-Sager auch gerne schnell zu unsensibel und egoistisch eingestuft. Doch das ist wie im Leben immer eine Abwägung.

Wenn Dir das Nein gut tut, dann war es auch richtig!

Zwei Maximen (Humor und Dank) die mir auch sehr geholfen haben, damit gut um zu gehen. Du kannst auch mal testen dem Ja sagen mit einer Portion Humor das Nein zu umschreiben, das kommt aber auf die Situation und Deinen Gegenüber an. Weiterhin könntest Du Dich mal für das Vertrauen bedanken, das die andere Person in Dir sieht die ein Ja von Dir möchte. Trotzdem kannst Du gleichzeitig klare Fakten für das Nein untermauern: „Ich habe keine Zeit“, „da passt es mir nicht“, u.s.w.!

Noch ein Impuls: Wie gehst Du selbst damit um, wenn ein anderer Nein sagt?

Noch 2 passende Videos (Schuldgefühle und Erwartungen!): 

Jetzt wünsche ich Dir ein gutes Training und ein beherzten Umgang mit Nein und Ja!

Mit den besten Siegercoach-Grüssen,

Dein Swen-William😉 Siegen ist kein Zustand sondern ein Prozess!

Fotoquellen: pixabay.com

 

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2 Gedanken zu “Nein sagen ist meistens ein Ja zu Dir selbst – wie schaffe ich das?

  1. Ich freue mich immer, wenn ich sehe, dass Viktor Frankl noch immer zitiert wird. Ich bin über das Buch „Sinnquadrat“ von Peter Jedlicka auf seine Bücher aufmerksam geworden.

    Weiter so!

    Karoline

    1. Liebe Karoline, Viktor Frankl war ein Vorbild für die ganze Menschheit. Wenn man im Konzentrationslager nicht die Positivität und den Glauben an Gott verliert, dann verdient das großen Respekt. Viele Menschen verlieren zu schnell den Glauben an sich und Gott (oder an das was sie glauben – es geht nicht um Kirche, sondern um die Liebe Gottes!).

      Danke für das Lob ich wünsche Dir alles Gute für Dein Leben.

      VG Swen-William 😉 Siegen ist kein Zustand sondern eine Prozess!

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